Herz 2
Der Bienenverlust
Bienenverluste bei Honigbienen können verschiedene Ursachen haben. Hier sind einige häufige Gründe:
- Varroose: Die Varroa-Destructor Milbe ist hauptverantwortlich für Verluste bei den Honigbienen. Im Spätsommer / Herbst, zum Zeitpunkt der Entwicklung der Winterbienen, kann eine zu hohe Belastung durch die Varroa-Milbe auftreten. Das geschieht dadurch, das der Bestand der Honigbiene zum Jahresende sinkt, die Milbe sich aber expotential zum Bienenvolk vermehrt. Das Bienenvolk bricht dann , durch den Parasitendruck zusammen und geht ein. Diese Milbe ernährt sich von der Bienenlarve (Blut und Fettkörper) und kann verschiedene Viren übertragen.
- Verhungern: Wenn Bienenvölker nicht über genügend Futtervorräte verfügen, können sie verhungern. Typische Anzeichen sind viele Restbienen im Volk, die auf den Waben, in den Gassen oder mit dem Kopf voran in der Zelle stecken. Eine risikoreiche Zeit des Verhungerns ist der Zeitraum der Durchlenzung. Die Durchlenzug bezeichnet den Zeitraum zwischen Winterende und Beginn des Frühlings.
- Tod durch Mäusebefall: Nagetiere können die Überwinterung von Bienen stören, indem sie Waben zerstören und sich der Bienen als Futter bedienen. Der Imker bemüht sich dies durch eine rechtzeitige Anbringung von Mäuseschutzgittern vor den Fluglöchern zu verhindern. Wenn ein Bienenvolk stark eingewintert wurde, übersteht es aber auch diese Belastung.
- Königinnendefekt: Wenn die Königin defekt ist oder durch irgendeinen Grund verlustig geht, beginnen Arbeiterinnen, unbefruchtete Eier zu legen, aus denen sich Drohnen ( männliche Bienen ) entwickeln. Man spricht hier von einem drohnenbrütigem Volk. Dieser Aspekt kann zu einem versterben des Bienenvolkes führen.
- Klimawandel: Der Klimawandel beeinflusst auch unsere Honigbienen. Pestizide, Parasiten und der Verlust an Biodiversität/ Vielfalt setzen sowohl Honigbienen als auch Wildbienen unter Druck.
Oben genannte 5 Punkte, sollte unser kleiner Imker stets berücksichtigen, um das Überleben der Bienen zu fördern und ihre wichtige Rolle in unseren Ökosystemen weiterhin zu erhalten.
