Herz 4

Der Schwarmtrieb

Zum Lebenszyklus der Honigbienen gehört der Schwarmtrieb. Er ist natürlich und umfasst die angeborene Handlungsbereitschaft der Bienen, ihr Volk durch Teilung zu vermehren. Hier die wichtigsten Punkte zum Schwarmtrieb bei Honigbienen:

Auslöser des Schwarmtriebs: Der Schwarmtrieb wird forciert, wenn das Bienenvolk stark wächst. Hiermit ist die Anzahl der Arbeitsbienen gemeint und der nun noch verfügbare Platz für das Volk. Es ist wie bei uns Menschen, wenn der Platz zu eng wird – wird umgezogen. Im Fall der Honigbienen wird geschwärmt.

Vermehrung eines Bienenvolkes: Im Laufe des Jahres legt die Bienenkönigin ca. 2.000 Eier pro Tag. Wenn Bienen ausschwärmen, werden aus einem Volk zwei Völker entstehen. Mit dem Schwärmen lösen die Bienen ihre Platzproblematik und folgen gleichzeitig ihrem Urinstinkt und dem Zweck der Fortpflanzung.

Schwarmprozess: Der Schwarmprozess besteht im Allgemeinen aus folgendem Ablauf:

Das Bienenvolk fertigt mehrere zukünftige Königinnen in sogenannten Weiselzellen vor.

Die bisherige Königin befindet sich in Planung, das Volk zu verlassen und für eine nachgeschaffte neue Bienenkönigin Platz zu machen und den bestehenden Bienenstock übernehmen zu lassen.

Bevor die neuen Königinnen schlüpfen, verlässt die alte Königin mit etwa der Hälfte der Bienen den Bienenstock und suchen sich ein anderes Zuhause.

Sicherheit für den Menschen: Bienenschwärme sind für den Menschen relativ ungefährlich. Sie sind auf dem Weg und suchen sich ein neues Zuhause. Insofern man gebührenden Abstand zum Schwarm hält und die Bienen nicht ärgert, geht von den Bienen kaum eine Gefahr aus. Wer einen Bienenschwarm einfängt und ein neues Zuhause gibt, wird viel Freude haben. Frisch in die Beute eingeschlagene Schwärme haben einen sehr ausgeprägten Bautrieb.

Das Schwärmen ein natürlicher und notwendiger Prozess für die Vermehrung und das Überleben der Bienen und ist ein atemberaubendes Spektakel.

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