Herz 8

Die Auffütterung

Die Auffütterung bei den Honigbienen ist ein notwendiger Prozess, bei dem den Bienen Zuckerlösung als Ersatz für den, im Laufe des Jahres, entnommenen Honig gegeben wird. Das ist notwendig geworden, um auch sicherzustellen, dass die Bienen den Winter mit seinen Frostgraden überstehen können. Die Honigbienen können während der kalten Jahreszeit nicht ausfliegen und auch keine Nektarquellen finden. Für unseren kleinen Imker und unserer Biene, ist es somit fast eine Win Win Situation. Der Imker hat den leckeren Honig und die Biene wird von ihm mit leckeren Zucker aufgefüttert.

Ein Bienenvolk benötigt im Winter etwa 17 kg Honig bzw Futter. Wie es die Natur so will, verbrauchen stark ausgebildete Völker etwas mehr, schwache Völker etwas weniger an Futter. Es ist immer erwas besser, etwas mehr als zu wenig Futter zu haben. Aber man kann Bienenvölker auch überfüttern! Die Honigbienen haben die Eigenschaft alles an Futter einzulagern, was sie „in die Finger“ bekommen. Dadurch kann es passieren, das keine freie Wabenfläche übrig bleibt, so das die Königin genügend Platz hat um ihre Eier abzulegen. Keine Eier, heißt keine nachwachsende Brut, das Volk nimmt an Stärke ab. Wenig Bienen, heißt schwaches Volk und höhere Empfindlichkeit gegenüber äußeren Faktoren und höhere Sterblichkeitsrate.

Ob die Bienen genug Futterreserven für den Wintersammeln konnten, hängt einigen Faktoren ab, so zum Beispiel die Verfügbarkeit von Trachtpflanzen über das Kalenderjahr und dem Witterungsverlauf. Der Imker muss gut die Vorräte der Honigbienen einschätzen und gegebenenfalls mit Zuckerlösung oder Zuckerteig auffüttern.

Ein sehr wichtiger Asoekt ist, rechtzeitig mit der Auffütterung zu beginnen. Der Zeitpunkt sollte unmittelbar, nach der letzten Tracht und Honigernte und der ersten Behandlung gegen die Varoose liegen. Die Fütterung erfolgt entweder direkt im Brutraum des Volkes oder wird im oberen oder unteren leeren Raum gereicht und von den Honigbienen in den Brutraum umgetragen.

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