Herz 9

Die Winterruhe

Die Winterruhe bezeichnet bei den Honigbienen einen Zustand, in dem die Honigbienen ihren Stoffwechsel auf ein Minimum herunterfahren und im äusserst geringen Maße ausfliegen. Sie verbringen die kalte Jahreszeit in einer Art Winterruhe, schlafen dabei aber nicht. Sie bleiben aktiv und sitzen als Kugel, um das Bienenvolk und ihre Königin warm zu hakten und zu schützen.

Die Bienen sitzen als Bienenkugel um ihre Bienenkönigin herum. Die Winterbienen sitzen in einer Kugelform, die von außen nach innen rotiert zusammen und wärmen sich so. Die kalten Bienen gehen von der Außenseite nach innen, die warmen Bienen gehen vom Inneren der Kugel wiederum nach außen. Die Temperatur der Kugel beträgt im Mittel ca. 36 Grad Celsius.

Die Bienen haben einiges damit zu tun, die Temperatur im Bienenstock zu halten. Hierfür sind sogenannte Heizerbienen verantwortlich, die durch die regelmässige Kontraktion ihrer Muskelgruppen, Wärme erzeugen. Dadurch verbrauchen sie vermehrt Energie in Form von dem eingelagerten Winterfutter, um die Wärme zu erzeugen. Die Bienenkönigin sitzt im Inneren der Wintertraube, wo sie gefüttert und vor äußeren Einflüssen geschützt wird und wartet darauf, bis die Temperaturen gleichbleibend wieder höher liegen und sie wieder mit dem Eierlegen für die Sommerbienen beginnen kann.

Es gibt Sommerbienen und Winterbienen. Winterbienen sind die Bienen, die den gesamten Winter im Bienenvolk leben. Sie leben länger als die Sommerbienen. Winterbienen leben mehrere Monate, während Sommerbienen nur mehrere Wochen leben. – genauer gesagt mehrere Monate statt nur wenige Wochen.

Hauptaspekt der Honigbienen in der Winterruhe ist, sowenig wie möglich Energie zu verbrauchen und trotzdem ihr Volk und Königin zu schützen und am Leben zu erhalten. Sie halten also keinen Winterschlaf. Unsere Honigbiene bittet bei ihrer Winterruhe darum, nicht zu stören. Diesem Wunsch sollte man unbedingt nachkommen, denn unnötige Störungen des Bienenvolkes führen zu einen höheren Energieverbrauch, der wiederum zum Verlust des Volkes durch verhungern führen kann.

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