Honiglehrgang – Ernten und Lagern

Herzlich Willkommen im Kapitel „Honiglehrgang – Ernten und Lagern“:
Oberstes Ziel muss sein, einen Qualitätshonig in höchster Güte zu ernten!
> Unsere Mission ist, ein geringer Anteil an Wasser und eine hohe Aktivität der Enzyme (Glukoseoxydase, Invertase, Diastase) im Honig zu erhalten.
Wie kann man die Honigqualität beeinflussen?
Ebenso wie der Standort im Bezug des Witterungseinflusses, sowie bauliche Begebenheiten und Höhenmeter wichtige Parameter bilden, ist auch die geeignete Tracht ein wichtiger Faktor.
Erfahrungsgemäß erzeugen die Honigbienen Vielblütenhonige. Durch eine gute Völkerführung und Wanderung mit den Bienenvölkern, kann man aber auch hervorragende Sortenhonige erzeugen. (Lindenhonig, Heidehonig etc.)

Hierzu müssen die Völker trachtbezogen geführt werden!
Größtenteils wird Honig geschleudert. Speziell Heidehonig ist durch seine geleeartige Konsistenz besonders gut geeignet, als Scheibenhonig vermarktet zu werden. Dieser Honig fließt beim Schneiden nicht aus der Wabe.
Rückstände und Schädlinge
Ein weiterer Faktor zur Qualitätsbeeinflussung unseres Honigs, sind die negativen äußeren Einflüsse durch Rückstände oder Schädlinge. Mit Rückständen, sind zB. Pflanzenschutzmittel aus dem Agrarbereich, Rückstände aus Arzneimitteln (ad.us.vet.) und der Einsatz von zu viel Rauch aus dem Smoker gemeint. Insekten, wie Wachsmotten oder/ und Nagetierbefall beeinflussen leider auch die Qualität unseres Honigs sehr erheblich.
Um den Befall von Wachsmotten zu vermeiden, sollte man nie einmal bebrütete Waben einlagern. Wabenmaterial (zB. ausgeschleuderte Honigwaben) sollte in Zargentürmen in Zugluft, bei durchschnittlich 13 Grad Celsius gelagert werden. Eine weitere Bekämpfungsmöglichkeit der Wachsmotte ist das Einfrieren für vierundzwanzig Stunden bei mind. -20 Grad Celsius oder das Schwefeln der befallenen Waben.
Die richtige Reife
Honig kann natürlich nur eine gute Qualität bekommen, wenn von Anfang an alles Richtig gemacht wird! Dazu gehört natürlich den Honig erst zu ernten, wenn er auch reif zum Ernten ist!

Welche Faktoren können die Reife von Honig noch beeinflussen?
Generell die persönliche Eigenschaft, wie ich mit den Völkern umgehe. Ist es mein Hobby, wofür mein Herz schlägt und ich mich begeistere oder muss ich es eher nur zwangsläufig betreuen? Desweiterem der optimale Standort, spielt auch eine große Rolle für die Entstehung eines Qualitätshonigs. Windgeschützt oder nicht?! Die Beuten vollschattig, sonnig oder im Halbschatten platziert. Ist der Standort eher feucht oder trocken? Idealerweise stellen sie ihre Beuten trocken, erhöht, frei von Krautwuchs und in südöstlicher Ausrichtung auf. Die Beuten sollten nur zeitweilig sonnenbeschieden sein.
Trocknung

Die Besetzung der Waben durch unsere Bienen hat auch einen Einfluss auf die Reife unseres Honigs. Denken sie hier nur an das Umtragen des Honigs oder Ventilieren durch unsere Honigbienen. Einige Imker erweitern, viel zu früh ihre Bienenbeuten mit einer weiteren Zarge. Wie schnell bekommen sie mittels Kachelofen eine Einzimmerwohnung warm, im Vergleich zu einer 4 Zimmerwohnung!?
Merke: Bienen fertigen nie mehr Wabenbau an, als sie mit ihrer Volksstärke im Moment besetzen können!
Der richtige Zeitpunkt für die Erweiterung mit einer weiteren Zarge ist, wenn die Bienen bei der Kippkontrolle an der Unterseite komplett durchhängen.
Haltbarkeit
Merke: Die Haltbarkeit von Honig, wird nicht nur von der Güte des Honigs beeinflusst, sondern auch von den Lagerbedingungen: Honig sollte in geeigneten Lagerbehältnissen zum Beispiel aus Edelstahl oder lebensmittelechtem Plastik gelagert werden. Weiterhin soll Honig trocken, dunkel, geruchsneutral, kühl und mit Vorsorge vor Schädlingsbefall gelagert werden.
Honiglehrgang – Ernten und Lagern
