Kreuz 8
Bienenschädlinge – Der Beutenkäfer u. d. Wachsmotte
Die beiden auf unserer Spielkarte dargestellten Kerlchen, sind zwar niedlich anzusehen, sind aber von unserem Imker sehr gefürchtet. Es sind zwei Schädlinge, die beide sehr lichtscheu sind! Der Beutenkäfer zur linken Seite der Spielkarte, befindet sich durch die globale Erwärmung aus dem südlichen Europa auf Expansionskurs nach Norden und richtet sehr großen Schaden an. Auf der rechten Seite der Spielkarte, sehen wir die Wachsmotte. Die Bienen kennen die Wachsmotte schon lange als sie begleitendes Insekt, welches Wachs und diverse andere Hinterlassenschaften der Bienen vertilgt und somit den Bienenstock auch säubert. Unser kleiner Imker, mag sie aber gar nicht, da sie die Holzrähmchen und Zargen durchlöchert und mit ihren Gespinsten mit Eiern und Kot, direkt auf die Waben ablegt und somit auch der Honig nicht mehr für den menschlichen Verzehr geeignet ist.
Wachsmotten: Wachsmotten sind kleine flugfähige, graubraune Insekten, die das empfindliche Gleichgewicht eines Bienenstocks zerstören können. Sie verursachen Schäden am Bienenwachs, an den Waben und an der Brut der Bienen. Den grössten Schaden stellt die Wachsmotte im Stadium als Mottenlarve dar, indem sie sich gefräßig von Bienenwachs und Bienenwaben ernährt. Sie frisst sich durch die Waben und Holz, welches die Struktur der Bienenstöcke und Entwicklung der Brut schwächt. Auf ihrer Nahrungssuche durchqueren Wachswürmer die Honig- und Brutzellen und verunreinigen unter anderem die Waben.
Beutenkäfer: Der Kleine Beutenkäfer (Aethina tumida) ist einer der auf der Welt schädlichsten Bienenparasiten. Besonders die Larven des Beutenkäfers richten einen großen Schaden an. Der Beutenkäfer frisst den Honig, Pollen und die Brut. Die Waben werden zerstört und der Honig wird verdorben. Der Käfer vermehrt sich innerhalb der Bienenbeute und legt seine Eier in dortige Ritzen oder Spalten oder in noch nicht verdeckelte Brutzellen.
Der Imker muss unbedingt diese Schädlinge frühzeitig erkennen und geeignete Maßnahmen zur Bekämpfung ergreifen, um seine und andere Bienenvölker zu schützen. Die bisherigen Methoden, die den Beutenkäfer an seiner Ausbreitung hindern sollten, waren leider bisher noch nicht vom Erfolg gekrönt.
Der Kleine Beutenkäfer, überwintert ausschließlich im Stadium als Käfer und nicht in einen früheren Lebenszyklus zB. als Larve. Insofern der Käfer kühlere Temperaturen aus seiner Umgebung wahrnimmt, schmuggelt er sich mit in die Trauben der überwinternden Bienen ein, um so von deren Wärmeentwicklung zu profitieren.
Der erwachsene kleine Beutenkäfer kann im Sommer auch längere Zeit außerhalb eines Bienenstockes überleben. Die Verpuppung des Käferserfolgt bei warmen Temperaturen in feuchten, lockeren Böden. Hierzu muss die Temperatur des Boden, mehr als 10 Grad Celsius betragen. Nachdem Schlupf, dringt der kleine Beutenkäfer wieder in die Bienenbehausung ein und beginnt ein neuer Lebenszyklus des Käfers.
