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Bienengesundheit – Die Varroa – Bekämpfung

Unser kleiner Imker hat alle Hände voll zu tun und erteilt allen Bienen-Milben einen Platzverweis. Ach, das wäre toll, wenn es so klappen würde. Doch leider sieht die Realität ganz anders aus. Die Varroamilbe (Varroa destructor) wurde vor einigen Jahrzehnten aus Asien nach Europa eingeschleppt. Die Varroamilbe ist ein Parasit, der die Honigbiene als Wirt nutzt und die Völker erheblich schädigt. Die Varroamilbe ist ca. 1,1 Millimeter lang und ca. 1,6 Millimeter breit. Ihr Lebensraum als Parasit ist an Honigbienen. Die Fortpflanzung und Entwicklung der Varroamilbe geschieht innerhalb der verdeckelten Brutzellen im Bienenstock. Die Varroamilbe greift direkt das Immunsystem der Honigbiene an und richtet damit sehr großen Schaden an.

Die Milbe stammt ursprünglich aus den asiatischen Raum und wurde nach Europa eingeschleppt. Für westliche Honigbienenvölker, ist die Varroamilbe eine ernst zunehmende Bedrohung. Unsere hier beimateten Bienenvölker sind nicht in der Lage, die Varroamilbe eigenständig zu bekämpfen. Während die in Asien beheimatete Honigbiene der Rasse Apis Cerana sehr wohl ist in der Lage, sich gegen die Varroamilbe zu behaupten.

Unsere heimischen Bienenvölker müssen jedes Jahr gegen den Parasiten Varroamilbe behandelt werden. Nur durch das stetige am Ball bleiben, können unsere Honigbienen leistungsfähig und am Leben erhalten werden. Die Behandlung gegen die Varroamilbe beginnt bereits im Frühjahr. Mit Beginn der Bienensaison wird ein Drohnenrahmen pro Volk eingehängt. Dieser Drohnenrahmen fungiert wie ein Magnet, der eine große Anzahl der Varroamilben anzieht. Diese, mit Milben, befallenen Zellen werden ausgeschnitten und aus dem Bienenvolk entfernt. Nach der letzten Honigernte, werden die Varroamilben meist mit organischen Säuren (Ameisensäure oder Oxalsäure) bekämpft. Diese Methodik ist mittlerweile weltweit vertreten. Wenn der Milbenbefall hoch ist, folgt eine weitere Behandlung (Träufelbehandlung) mit Oxalsäure zur Wintersonnenwende. Der Milbenfall wird über Bodenschieber, die unterhalb des Bienensitzes in den Beuten eingeschoben werden, kontrolliert. Der empfohlene Milbenfall soll zur Einwinterung des Volkes nicht grösser als 0,5 Milben pro Tag betragen.

Es ist wichtig, dass Imker ihre Bienenvölker regelmäßig auf Varroamilben untersuchen und geeignete Behandlungsmaßnahmen ergreifen, um die Gesundheit und Produktivität ihrer Völker zu erhalten.

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