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Bienengesundheit – Die Träufelbehandlung

Unser kleiner Imker, hat sich auf der Abbildung unserer Spielkarte eine Biene geschnappt und versucht sie mittels einer Pipette zu betreufeln. Die Träufelbehandlung, wird in der Wirklichkeit etwas effektiver durchgeführt. Die Flüssigkeit wird mit Zucker vermengt und auf Körpertemperatur erwärmt und anschliessend von oben in die Wabengassen des Bienenstocks eingeträufelt. Dabei werden die auf den Waben ansitzenden Bienen benetzt und versuchen sich gegenseitig zu reinigen und zu putzen. Bei dieser Gelegenheit fallen die meisten Milben von den Honigbienen ab.

Die Träufelbehandlung erfolgt mit Oxalsäure. Die Oxalsäure ist eine organische Säure und zugleich ein Kontaktgift, welches von den Bienen über ihre Körperoberfläche aufgenommen wird. Die Varroamilben, die auf den Bienen sitzen, kommen auch in Kontakt mit der Oxalsäure fallen von den Bienen ab und sterben. Im Unterschied zur Ameisensäure wirkt Oxalsäure nicht in die verdeckelten Brutzellen hinein. Die Träufelbehandlung mit Oxalsäure sollte daher nur bei garantiert brutfreien Bienenvölkern angewendet werden.

Die Träufelbehandlung mit Oxalsäure gelingt besonders effektiv, wenn die Bienen eng beieinander sitzen. Bei niedrigen Temperaturen im Winter ist das kein Problem, da die Bienen sich zu einer Wintertraube zusammen gezogen haben.

Das Primärziel der Träufelbehandlung besteht darin, die Vermehrung der Varroamilben zu stoppen. Dadurch wird das Überleben der Bienenvölker gesichert. Mit jedem Brutzyklus verdoppelt sich die Anzahl der Varroamilben. Nach der Sommersonnenwende, wenn der Bienenbestand abnimmt, entwickelt sich die Varroamilbenpopulation sogar expotential zum Bienrnbestand. Eine zu hohe Anzahl von Varroamilben gefährdet das Überleben der Bienenvölker.

Um die Honigbienen nicht zu schädigen, muss die Träufelbehandlung sorgfältig und sicher durchgeführt werden. Auf die eigene Arbeitssicherheit ist auch zu achten! Schutzkleidung, Handschuhe und eine Schutzbrille, sollten unbedingt während der Durchführung der Behandlung getragen werden.

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